Im Naturschutz ist es eine längst bekannte Tatsache. Ackerrandsäume bieten einen ausgezeichneten Schutz gegen Schadstoffe in Form von Pestiziden und anderen Giftstoffen. Auf einfache und natürliche Weise. Und ganz nebenbei werten sie das Landschaftsbild auf unf bringen willkommene Farbtupfer in die sonst so triste und ausgeräumte Agrarlandschaft. In der heutigen Zeit bestimmen oftmals Monokulturen das Bild der Landwirtschaft. Dies sei ein notwendiger Schritt um unseren imensen Bedarf an Lebensmitteln zu decken und die Bauern in der gewonnbringenden Zone zu halten. Um den Ertrag vor Schädlingen aller Art abzusichern wird meistens Pflanzenschutzmittel verwendet. Dies ist aber nur ein Sieg auf Zeit, denn im Zuge der Behandlungen bilden sich resistente Pflanzen heraus und schon stecken wir in einem prima Teufelskreis. Neue Pflanzenschutzmittel, neue resistente Pflanzen….

field-of-rapeseeds-82327_960_720

Wird ein Ackerschlag nun aber von einem blühenden Randstreifen begrenzt, so lockt dieser auch Fressfeinde von Schädlingen an. Was in der Theorie bekannt war und auch funktioniert, wurde nun im Rahmen einer Studie nachgewiesen. Ein Forscherteam aus China hat über vier Jahre lang Reisfelder in Vietnam, Thailand und China untersucht und nun veröffentlicht. Diese Felder wurden nur in Ausnahmefällen mit PSM behandelt. Stattdessen wurd ein Randsaum mit einheimischen Pflanzen angelegt und siehe da, es resultierten 70 % weniger Schäden durch Schädlinge. Im Gegenteil. Es konnte ein Ertragsplus von 5 % verzeichnet werden. Bauern müssen noch überzeugt werden, dass sie durch Naturschutz auf ihren Flächen nicht arm werden. Sie könnten aufgrund der gesamten Fläche wirklich etwas bewegen. Wenn denn die Förderungspolitik nicht so bescheiden wäre (Quelle: ResearchGate).

0