Das Thema Wolf erhitzt in regelmäßigen Abständen die Gemüter. Bei dem Thema scheint es schwer, zwischen den Parteien der Wolfsfreunde und -gegner zu vermitteln. Ich selbst habe dies schon ein paar Mal versucht. Mit mäßigem Erfolg. Die aktuellen Zahlen zum Wolfsbestand in Deutschland dürften demnach weiter für Stimmung sorgen.

Wolfsteritorien in Deutschland, Stand: Nov. 2019 (Quelle: DBBW).

Aktuell sind in Deutschland 105 Wolfsrudel bestätigt. Das geht aus einer Erhebung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) und der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Wolf (DBBW) hervor, die vorgerstern in Berlin vorgelegt wurde.

Das Wolfvorkommen konzentriert sich weiterhin auf das Gebiet von der sächsischen Lausitz in nordwestliche Richtung über Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern nach Niedersachsen. Zum ersten Mal seit der Ausrottung der Art in Deutschland konnten zudem in den Bundesländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein jeweils einzelne territoriale Wölfe bestätigt werden. Weitere territoriale Vorkommen konnten in Thüringen und Bayern nachgewiesen werden. Die meisten Wolfsrudel leben in Brandenburg (41), gefolgt von Sachsen (22) und Niedersachsen (21).

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Neben den 105 Rudeln sind weiterhin 25 Wolfspaare sowie 13 sesshafte Einzelwölfe für das Monitoringjahr 2018/19 bestätigt. Im vorhergehenden Monitoringjahr 2017/18 wurden 77 Rudel, 40 Paare und 3 Einzelwölfe nachgewiesen.

 

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