Die letzten Tage verbrachte ich im Nationalpark Müritz inmitten der Mecklenburgischen Seenplatte. Diese Destination steht schon lange auf meinem Reiseplan und nu war die Gelegenheit günstig.

Der Nationalpark Müritz besticht durch abwechslungsreiche Landschaft. Abseits der Touristenströme.

Da mir auf den bekannten Wasser- und Wanderwegen eindeutig zu viel Gewusel war, schlug ich mich etwas abseits durch die Landschaft (natürlich immer im Rahmen der geltenden Regeln).

Zahlreiche Dorfläden bieten regionale Produkte an und sind obendrein ein Ort, um mit den Einheimischen ins Gespräch zu kommen.

Dachte ich bisher noch, die Gegend um die Müritz besteht nur aus Wasser und Sand, so weiß ich das nun. Allerdings verbergen sich dazwischen wunderbare Flecken Natur. Moore, Wälder und Wiesen, welche mein Herz höher schlagen ließen, konnte ich entdecken.

Klar, für den Großteil der Kiefernwälder kommt jede Hilfe zu spät. Schon längst hat sich eine Unterwuchs aus Robinie und Spätblühender Traubenkirsche eingestellt.

Die romanische Kirche von Groß Vielen stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist sehr gut erhalten.

Neben der Natur begeisterte mich auch die Geschichte des gesamten Gegend. Die slawischen Wurzeln sind noch heute spürbar. Nahezu jeder Ort hat irgendwie mit dem slawischen Erbe zu tun.

Vor der Kirche von Wesenberg steht eine ca. 500 Jahre alte Linde.

Wie Eingangs erwähnt, hielt ich mich stets fern von den touristischen Hotspots und suchte eher die Einsamkeit. So stolperte ich auch mehr durch Zufall über die Havelquelle. Es macht mir stets Freude, den Ursprung von Flüssen zu besuchen.

Die Havel entspringt im Nationalpark Müritz…
…und schlängelt sich dann ihren Weg bis zur Elbe.

Auf dem Rücken der Flüsse transportieren wir täglich Unmengen von Gütern und gönnen den Wasseradern keine Pause. Leider danken wir es den nassen Straßen nur mäßig. Vielmehr werden sie verschmutzt und zugebaut.

Ob Nord- oder Ostsee entscheidet sich an der Havelquelle.

Ein kleines Stück von dem Schild der Wasserscheide entfernt, führt der Weg durch eine bezaubernde Mischung aus Buchen- und Birkenwald. Ein malerischer Hohlweg schlängelt sich durch die stummen Riesen und lässt kurzzeitig vergessen, dass es sich immer noch um die gleiche Welt handelt wie immer.

Deutschlands flächenmässig größter Nationalpark (auf dem Festland) hat mich sehr beeindruckt. Schon nach kurzer Zeit stand für mich fest, noch einmal außerhalb der Urlaubssaison hierher zurück zu kommen. Bis dahin behalte dich das Elrbte in bester Erinnerung.

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