Wenige Bücher werden von mir sehnlichst erwartet. Die Werke von Dave Goulson gehören zweifelsfrei dazu.

Seit ich vor zwei Jahren sein Debüt A Sting in the Tale gelesen habe, gehört er zur Pflichtlektüre in meiner Bibliothek.

Das neueste Buch aus seiner Feder Bee Quest bildet da keine Ausnahme und soll in den nächsten Zeilen kurz vorgestellt werden.

Die Schreibweise ist (im englischen Original) gewohnt flüssig uns zeitgemäß. Lockere Sätze samt bildhafter Sprache veranschaulichen die fünf interessanten Kapitel in bekannter unterhaltsamer Art und Weise.

Ungewohnt hingegen ist die Ausrichtung des Buches. Im Gegensatz zu den Vorgängern steht diesmal nicht die Ökologie ganzer Lebensräume im Mittelpunkt, sondern einzig und allein die Bienen und Hummeln dieser Welt.

Das sogar im wörtlichen Sinne. Dave Goulson beschreibt seine Reisen in die unterschiedlichsten Länder der Erde auf der Suche nach den seltensten und gefährdeten Bienen und Hummeln dieser Welt.

Auf der Suche nach den seltenen Bestäuben bereist er u. a. die Hebriden Schottlands sowie das entfernte Patagonien.

Den Leser nimmt er dabei mit auf eine spannende Reise voller Fakten, Anekdoten und interessanten Fragen.

Nicht unerwähnt bleiben soll das Vorwort. Dieses befasst sich mit der Naturentfremdung der heutigen Generation und ist der wohl beste Prolog den ich in den letzten Jahren gelesen habe.

Bee Quest regt auf seinen knapp 230 Seiten zum Nachdenken an und lässt die Leistungen der schwarz-gelben Helden in einem anderen Licht erstrahlen.

Die Bestäuber der Landschaft haben es so schon schwer genug, lasst es uns ihnen nicht noch schwerer machen.

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