Thomas Engst

In “seinem” (“”, weil er als Hrsg. fungiert) Buch “Ökozid – Wie ein Gesetz schwere Umweltschäden bestrafen und Lebensgrundlagen besser schützen kann” plädiert Tino Pfaff für ein internationales Gesetz, das schwere Umweltschäden unter Strafe stellt. Der Autor, der als Umweltrechtler an der Seite von Extinction Rebellion bekannt wurde, sieht in einem solchen Gesetz ein wichtiges Instrument, um die Umwelt zu schützen und die Lebensgrundlagen der Menschen zu sichern.

Pfaff beginnt sein Buch mit einer Bestandsaufnahme der aktuellen Situation. Er zeigt auf, dass die Umweltzerstörung in den letzten Jahrzehnten dramatisch zugenommen hat. Die Folgen sind verheerend: Klimakrise, Artensterben, Verschmutzung der Luft und des Wassers.

Der Autor argumentiert, dass die bestehenden Gesetze nicht ausreichen, um die Umwelt effektiv zu schützen. Die Strafen für Umweltverstöße sind zu gering und die Durchsetzung der Gesetze ist oft schwierig.

Pfaff schlägt daher ein neues internationales Gesetz vor, das als “Ökozid” bezeichnet wird. Dieses Gesetz würde schwere Umweltschäden unter Strafe stellen, die sich auf die Lebensgrundlagen von Menschen auswirken. Dazu gehören beispielsweise die Zerstörung von Ökosystemen, die Vergiftung von Wasser und die Freisetzung von klimaschädlichen Gasen.

Das Ökozid-Gesetz würde eine Reihe von Vorteilen bieten. Erstens würde es ein starkes Signal an die Täter senden, dass Umweltverstöße nicht toleriert werden. Zweitens würde es die Durchsetzung der Gesetze erleichtern, da die Strafen deutlich erhöht würden. Drittens würde das Gesetz dazu beitragen, die Umwelt besser zu schützen und die Lebensgrundlagen der Menschen zu sichern.

Pfaffs Buch ist ein wichtiges Plädoyer für ein internationales Ökozid-Gesetz. Der Autor liefert überzeugende Argumente für die Notwendigkeit eines solchen Gesetzes und zeigt auf, wie es die Umwelt effektiver schützen könnte.

Fazit

“Ökozid” ist ein lesenswertes und informatives Buch, das sich sowohl an Fachleute als auch an interessierte Laien richtet. Der Autor liefert einen guten Überblick über die aktuelle Situation der Umweltzerstörung und argumentiert überzeugend für die Notwendigkeit eines internationalen Ökozid-Gesetzes.

Einziger Kritikpunkt ist, dass der Autor nicht näher auf die konkreten Regelungen eines Ökozid-Gesetzes eingeht. Es wäre hilfreich gewesen, wenn er konkrete Beispiele für Tatbestände genannt hätte, die unter das Gesetz fallen würden. Außerdem wäre es interessant gewesen, sich mit den möglichen Herausforderungen bei der Umsetzung eines solchen Gesetzes auseinanderzusetzen.

Insgesamt ist “Ökozid” ein wichtiges Buch, das dazu beitragen kann, die Diskussion über ein internationales Ökozid-Gesetz voranzubringen.