Der pala-Verlag zeichnet sich durch hochwertige Sach- und Fachbücher zu den Themen Natur und Umwelt aus. In meinen Augen stehen die Werke aus dem Verlag ganz weit oben auf der Qualitätsleiter. Daher freue ich mich immer, wenn es Neuheiten aus dem Hause pala gibt.

Eine solche Neuheit, die mir dankenswerter Weise als Rezensionsexemplar überlassen wurde, ist das Buch “Wunderwelt heimische Amphibien” von Farina Graßmann. Die Autorin, Fotografin und Journalistin ist Lesern dieses Blogs keine Unbekannte. Bereits vor zwei Jahren durfte ich ihr ebenfalls sehr lesenswertes Erstlingswerk über Totholz vorstellen. Damals hat mich ihre Liebe zur Natur und der Detailreichtum beeindruckt. Das ist im neuen Buch wieder der Fall und zieht mich von der ersten Seite direkt rein.

Die erneut gelungene Haptik des Buches trägt ebenfalls dazu bei. Das Format ist etwas größer als DIN A5 und gewohnt handlich, das Papier der Seiten angenehm rau und mit einem matten Finish. So kommen die Fotos zwar etwas stumpf rüber aber es fühlt sich deutlich stabiler als Hochglanz an und das Wichtigste: die erstklassigen Fotos von Fröschen, Salamandern und Insekten bleiben von Fettfingern verschont.

Denn diese Fotografien sind der Kern des Buches. Die Tiere werden in ihren Lebensräumen sowie als seitenfüllende Portraits gezeigt. Über und unter Wasser. Meine Hochachtung für diese Ausdauer und handwerkliche Fertigkeit.

Die rund 170 Seiten gliedern sich in verschiedene Kapitel und Unterkapitel, welche stets ein zentrales Thema behandeln. So werden etwa allgemeine Fragen im Sinne von “Was sind Amphibien?” aber auch spezielle Fragen zu ihrem Schutz und Lebensraum bzw. Lebensräumen beantwortet. Diese Antworten findet der Leser in knackigen und informativen Texten, welche sich sehr gut lesen lassen und auch im Gedächtnis bleiben. Mir persönlich gefallen die Artportraits, zeigen diese doch die eindrucksvollsten Bilder im Buch.

Ebenfalls sehr schön finde ich das letzte Kapitel “Hoffnung und Handeln”. Darin wagt die Autorin einen Ausblick in die Zukunft und spricht mir, einem Berufsnaturschützer, aus der Seele. Es ist nicht viel notwendig, um unsere Artenvielfalt zu schützen. Eine Pfütze im Garten oder ein Graben in der Landschaft reicht oftmals aus. Wir müssen nur endlich damit anfangen.