Der Kauf von Elefanten-Elfenbein ist in China im Vergleich zu der Zeit vor dem nationalen Handelsverbot Ende 2017 zurückgegangen. Laut dem WWF sogar um mehr als die Hälfte. Im Vergleich zum Jahr 2017 (31 Prozent) gaben aktuell 17 Prozent der Befragten an, in letzter Zeit Elfenbein gekauft zu haben. Jedoch bleibt ein harter Kern von 14 Prozent, der auch in Zukunft Elfenbein konsumieren will. Der WWF befürchtet anhand der erhobenen Daten, dass viele chinesische Elfenbein-Liebhaber nun auf die ausländischen Märkte ausweichen. Diese Ergebnisse liefert die groß angelegte Studie zum Elfenbeinkonsum in China, die der WWF jährlich durchführt. Mit 2.000 Befragten in fünfzehn Städten ist es die bisher umfassendste Markt-und Konsumentenanalyse dieser Art. China zählt neben Vietnam zu den größten Absatzmärkten für illegales Elfenbein weltweit.

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„Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Schließung der Elfenbeinmärkte der richtige Schritt der chinesischen Regierung war. Der Großteil der Befragten sagt aus, das Verbot würde sie von weiteren Käufen abhalten. Alarmierend ist jedoch, dass jeder siebte trotzdem offen angibt nicht auf den Einkauf verzichten zu wollen und damit das potentielle Risiko für illegalen Handel wächst “, sagt WWF-Expertin Katharina Trump.

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„Dieser harte Kern an Elfenbein-Konsumenten, der sich offensichtlich nicht durch die gesetzlichen Regelungen beeinflussen lässt. Eine Verhaltensänderung bei diesen noch bestehenden Elfenbeininteressenten herbeizuführen, ist neben dem Handelsverbot entscheidend, um den Handel mit illegalem Elfenbein und damit die Wilderei auf afrikanische Elefanten einzudämmen,“ so Trump weiter. Um diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen, arbeitet der WWF gemeinsam mit TRAFFIC an einer großangelegten Nachfragereduktions-Kampagne. Zu den Triebkräften gegen den Kauf von Elfenbein gehören das steigende Bewusstsein für die illegale und grausame Wilderei von Elefanten, dessen Aussterben und die rechtlichen Konsequenzen, so die Ergebnisse. Mittels online Plattformen und sozialer Medien sollen somit 18 Mio. Menschen im Rahmen der Kampagne erreicht werden (Quelle: WWF).

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