Auch wenn in diesen Tagen und Wochen das neuartige Coronavirus das vorherrschende Thema ist, darf nicht vergessen werden, dass es noch weitere Herausforderungen für die Gesellschaft geben wird . Eine davon ist die immer deutlicher spürbare Trockenheit hierzulande und deren Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Klar, Corona und COVID-19 sind derzeit in aller Munde und genießen oberste Priorität aber das sollte kein Grund sein, Natur- und Klimaschutz zu vergessen bzw. weniger ernst zu verfolgen. Ein Blick auf den Dürremonitor des Umweltforschungszentrums (UFZ) zeigt, dass uns der bereits dritte Dürresommer in Folge bevorstehen könnte.

Der Boden in Sachsen-Anhalt ist für diese Jahreszeit erneut viel zu trocken (Quelle: UFZ-Dürremonitor/ Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung).

Anhand zahlreicher (teilweise interaktiver) Karten, hat das UFZ die Situation dargestellt. Besonders interessant finde ich die beiden Karten „Gesamtboden“ und „pflanzenverfügbares Wasser“, anhand derer sich schon jetzt ein möglicher Verlauf des diesjährigen Sommers ablesen lässt.

Auch das pflanzenverfügbare Wasser fehlt in den Böden Sachsen-Anhalts (Quelle: UFZ-Dürremonitor/ Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung).

In meiner eigenen Wahrnehmung, bestehend aus dem privaten und beruflichen Umfeld, sind zahlreiche Landwirte in Sorge um ihre Betriebe. Ein paar wenige von ihnen setzen verstärkt auf Agroforstsysteme, um bspw. mit Heckenpflanzungen der Winderosion etwas buchstäblichen Wind aus den Segeln zu nehmen. Allerdings wird es damit allein nicht gelingen, die tlw. monotonen Ackerwüsten zukunftssicher und klimafest zu machen. Hierfür braucht es ein branchenübergreifendes Umdenken, welches auch den Verbraucher mit einbezieht.

 

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