Auf dem gestrigen Bauernstammtisch in Zwönitz (Sachsen) machte der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Hans-Joachim Fuchtel, die Anforderungen an die Zukunft der Landwirtschaft deutlich: „Landwirtinnen und Landwirte leisten heute schon viel für den Umwelt-, Boden- und Grundwasserschutz – das ist Vielen leider nicht bewusst. Dafür verdienen die Landwirte von Gesellschaft und Politik Respekt und Wertschätzung. Gleichzeitig verändern sich die Anforderungen an die Landwirtschaft. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sorgt deshalb dafür, die Landwirtschaft zukunftsfähig aufzustellen.“

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Zur Anpassung der Düngeverordnung betont Fuchtel: „Eine Verschärfung der Düngeverordnung ist unumgänglich. Die EU-Kommission hat schon im vergangenen Jahr eine Klage gegen Deutschland gewonnen. Zahlreiche Messstellen des EU-Messnetzes weisen in Deutschland immer noch Nitrat-Konzentrationen über dem zulässigen Grenzwert auf. Wenn das Grundwasser nicht besser vor Nitrat-Einspülungen durch Düngung geschützt wird, drohen dem deutschen Steuerzahler tägliche Strafzahlungen bis zu 860 000 Euro oder rund 300 Millionen Euro im Jahr.“

Fuchtel machte deutlich, dass zu den anstehenden Herausforderungen auch finanzielle Unterstützung gehöre. Die Umsetzung neuer Anforderungen verursacht Kosten, mit denen die Landwirte nicht alleine gelassen werden dürften. Es gehe für die Landwirtschaft darum, dass auch die Kinder und Enkel die Höfe übernähmen.

Wie so oft vernehme ich die edlen Absichten der Zunft der Landwirte mit einer gehörigen Portion Skepsis. Klar, es dürfen nicht alle Bauern über einen Kamm geschert werden aber in Sachen Natur- und Umweltschutz bin ich eben ein gebranntes Kind. Nun möchte ich aber nicht so negativ sein und lasse mich daher gerne von entsprechenden Taten überzeugen.

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