Deutschland verstärkt sein Engagement für den internationalen Meeresschutz und für alternative Fischereimethoden. Dafür stellt das Bundesumweltministerium (BMU) zusätzlich 21 Millionen Euro für Meeresschutzprojekte in Asien, Lateinamerika und auf den Pazifischen Inseln bereit. Die Projekte sollen dazu beitragen, die Artenvielfalt und Landschaftsvielfalt bestimmter Meeresgebiete zu erhalten und die Effekte des Klimawandels zu verringern. Dies kündigte der Parlamentarische Staatsekretär des BMU, Florian Pronold, in Oslo bei der sechsten „Our Ocean Konferenz“ an.

Die Meere sind die am wenigsten geschützten Gebiete der Erde. Die „Our Ocean-Konferenz“ setzte erneut Impulse für mehr Engagement zum Schutz der Meere. Die Themen reichten von Klimawandel, nachhaltiger Fischerei, Meeresverschmutzung bis zur maritimen Sicherheit. Die Konferenz wurde in diesem Jahr von der norwegischen Regierung organisiert und fand vom 23. bis 24. Oktober in Oslo statt.

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Wie auch in den vergangenen Jahren haben die Teilnehmerstaaten freiwillige Verpflichtungen und Zusagen zum Schutz der Weltmeere bekanntgegeben.
Florian Pronold, parlamentarischer Staatssekretär im BMU dazu: „Die unter hohem Nutzungsdruck stehenden Weltmeere leiden unter verschiedensten Einflüssen, die Auswirkungen bekommen wir alle zu spüren. Auch der Klimawandel bedroht die Lebensgrundlage der Küstenregionen, sie sind vom Schutz und Funktionen der Seegraswiesen und Mangroven abhängig. Wir müssen daher das Engagement auf internationaler Ebene, aber auch vor der eigenen Haustür für einen nachhaltigeren Umgang mit unseren Ozeanen und Meeren verstärken.“

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Die Zusagen des BMU auf der „Our Ocean Konferenz“ umfassen folgende nationale und internationalen Projekte: Im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) fördert das BMU ein Projekt zum Schutz und zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit von küstennahen Seegrasökosystemen in Asien (Indonesien, Malaysia, Philippinen, Thailand, Timor-Leste) mit einem Betrag in Höhe von 4,8 Millionen Euro. Seegraswiesen sind die wichtigste Nahrungsgrundlage für die stark gefährdeten Dugongs.

Weitere fünf Millionen Euro fließen in ein Projekt in Kolumbien, das die Prozesse zur Bestimmung und Ausweisung von Meeresschutzgebieten sowie der Erarbeitung einer Managementstrategie für diese Gebiete fördert. Für ein Projekt auf den Pazifischen Inseln zur Stärkung und zum Schutz von küstennahen Kohlenstoffsenken, wie Mangroven, werden 9,2 Millionen Euro bereitgestellt.

Darüber hinaus fördert das BMU mit 1,12 Millionen Euro die Erforschung von alternativen, nachhaltigen Fangtechniken in der Stellnetzfischerei. Stellnetze sind die wichtigste Netz-Variante für die deutsche kleine Küstenfischerei. In dem interdisziplinären Projekt arbeiten Fischerei und Naturschutz gemeinsam an der Entwicklung von neuen Netzen, um den Beifang von marinen Säugetieren und Seevögeln in Stellnetzen zu verringern (Quelle: Pressemeldung BMU).

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