An sich ist mit der Überschrift alles gesagt und während sich die Welt weiterdreht, bin zumindest ich traurig darüber, erneut so ein Ereignis miterleben zu müssen.

Malaysias letztes Sumatra-Nashorn ist tot. Wohlgemerkt ist die Art global noch nicht ausgestorben. Das haben manche Medien in den vergangenen Stunden vergessen zu erwähnen. Die 25-jährige Nashorndame Iman starb im malaysischen Teil der Insel Borneo an Krebs, so teilte es die Naturschutzbehörde des Bundesstaats Sabah mit. Das Tier habe wegen seiner Tumore zuletzt an starken Schmerzen gelitten, sagte Behördenchef Augustine Tuuga. „Ich denke wir können bestätigen, dass das Sumatra-Nashorn in Malaysia jetzt ausgestorben ist“, fügte er hinzu.

Das Sumatra-Nashorn ist das einzige asiatische Nashorn mit zwei Hörnern. Einst waren Sumatra-Nashörner in weiten Teilen Südostasiens und sogar in Ostindien heimisch, nach Angaben der Umweltschutzorganisation WWF gibt es inzwischen aber nur noch knapp 80 Exemplare. Einige der Nashörner leben noch in Indonesien. Ihre Zahl ging insbesondere durch Wilderei und die Zerstörung ihres Lebensraumes stark zurück.

Noch 2015 hatte Malaysia gehofft, die Art im Land mit Hilfe künstlicher Befruchtung erhalten zu können. Im vergangenen Mai starb der letzte malaysische Sumatra-Nashornbulle Tam. Er hatte im selben Schutzgebiet wie Iman im Bundesstaat Sabah gelebt. Sabah liegt im nördlichen Teil der Insel Borneo, die von Malaysia, Indonesien und dem kleinen Staat Brunei geteilt wird.

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