Ökolandbau gilt als einer der Hoffnungsträger, wenn es um die Rettung des Klimas geht. Gerade Sachsen-Anhalt versucht hierbei mit aller Macht und Kraft einen Umbruch der Landbewirtschaftung zu vollziehen. Während ich dem Ökolandbau in Sachen Grünland ein gutes Zeugnis ausstellen würde, so zweifel ich doch arg an seinen Vorteilen im Ackerbau. Aber darum soll es in diesem Beitrag nicht gehen. Vielmehr möchte ich euch eine Website empfehlen, auf der ihr Aktuelles zum Ökolandbau in der Europäischen Union erfahren könnt.

Die Seite Organic Production – European Union listet den u.a. den Anteil des biologischen Landbaus bezogen auf die gesamte Landwirtschaftsfläche eines jeden EU-Landes auf und bietet somit eine optimale Möglichkeit zum internationalen Vergleich. So wurden 2017 in der EU ca. 7% der Landwirtschaftsflächen ökologisch bewirtschaftet, das entspricht rund 12 560 189 ha. Zum Vergleich, Deutschland kommt im selben Jahr auf etwa 6,8 %, was ca. 1 138 272 ha entspricht.

Der Ökolandbau wird in den EU-Ländern unterschiedlich stark forciert (Für Quelle, bitte auf das Bild Klicken).

Auf den ersten Blick klingt das nach einer großen Zahl und ist durchaus beachtlich. Aber im europäischen Vergleich hinkt Deutschland doch etwas hinterher und erreicht nicht einmal den Mittelwert aller Mitgliedsstaaten. Schlusslicht sind mit jeweils 0,4% Island und Malta, was aber hinsichtlich der Bedingungen in den beiden Ländern nicht verwunderlich sein dürfte. Unangefochtene Nummer 1, wenn es um die ökologische Bewirtschaftung von Flächen geht, ist Österreich. Hier werden starke 23,4 % der Acker- und Grünlandflächen ökologischen Kriterien bewirtschaftet. Mehr als das Dreifache als in Deutschland.

Der Anteil an Ökolandbau aller aktuellen EU-Mitgliedsstaaten.

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