Der UN-Klimarat IPCC hat in einem internen Bericht das ehrgeizigste Ziel aus dem Pariser Abkommen zum Klimaschutz praktisch aufgegeben. Die globale Erwärmung bis 2100 bei 1,5 Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit zu stoppen sei „mit 66-prozentiger Wahrscheinlichkeit jenseits des Erreichbaren“, heißt es im Entwurf eines IPCC-Berichts, der bisher nur unter Experten zirkuliert und der taz vorliegt. Bisherige Emissionen, die aktuelle Politik der UN-Staaten und ihre Investitionen vor allem in den Energiesektor machten die direkte Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze praktisch unmöglich.

2015 hatten die UN-Staaten in Paris beschlossen, den Klimawandel bei der globalen Durchschnittstemperatur bis 2100 auf „deutlich unter 2 Grad“ zu begrenzen und sich „anzustrengen den Anstieg auf 1,5 Grad zu begrenzen“. Deshalb beauftragte die UN den Klimarat IPCC mit einer Studie, ob und wie dieses Ziel zu erreichen sei. An dem Papier arbeiten Hunderte von Autoren aus der ganzen Welt. Es soll im Herbst 2018 endgültig vorliegen, damit die Staaten bei der Klimakonferenz COP24 im Dezember über Konsequenzen beraten können. Die Onlineausgabe der taz hat diesem Thema einen ganz ausführlichen Artikel gewidmet, den ich euch hiermit ans Herz legen möchte.

Wie dem auch sein, der Klimawandel und seine Auswirkungen auf das gesamte bekannte Ökosystem wird uns noch eine Weile beschäftigen. Wünschenswert wäre es nur, wenn sich die Menschheit endlich mal zusammenraufen und an einem Strang ziehen würde. Die Folgen sind bereits spürbar und ausgetragen werden die Veränderungen auf dem Rücken derer, über deren Köpfen hinweg entschieden wird. Das sollte sich schleunigst ändern.

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