Das Thema Korallenbleiche wurde hier im Blog schon öfters erwähnt. Erneut führt unbedachtes Handeln seitens der Menschheit zu gravierenden Folgen für die Biodiversität. Mit steigender Temperatur in den Gewässern der Meere bleichen Korallen immer häufiger aus. Mittlerweile so stark, dass eine Regeneration nahezu unmöglich erscheint.

Laut den Daten einer aktuellen Studie können sich einige Korallenriffe in Zukunft nicht mehr aus eigener Kraft regenerieren. Grund dafür sind die immer in kürzer werdenden Zeiträume zwischen den sogenannten Korallenbleichen. Waren solche bleichen früher alle 25-30 Jahre üblich, so treten sie aktuell im Zyklus von nur sechs Jahren auf.

Der Studie basiert auf Daten von weltweit 100 Korallenbänken, die zwischen den Jahren 1980 und 2016 erhoben wurden. Es wird dabei zwischen moderaten und schwerwiegenden Korallenbleichen differenziert. Zeigt ein Reif auf 30 % seiner Fläche Anzeichen der Bleiche, galt dies als schwerwiegend. LEdiglich sechs der untersuchten Riffe wiesen keine schwerwiegende Beeinträchtigung auf.

Korallenbleichen sind dabei nur ein Grund dafür, dass Riffe zerstört werden. Überfischung, Umweltverschmutzung, die Bebauung von Küsten, Tourismus und die Versauerung der Ozeane, welche die Kalkskelette der Tiere angreift, sind weitere Ursachen dafür, dass allein in den vergangenen 30 Jahren schätzungsweise 40 Prozent der weltweiten Korallenriffe verschwunden sind. Forscher rechnen damit, dass dieser Trend anhalten oder sich sogar noch beschleunigen wird. Korallenriffe gelten nach den Regenwäldern als die artenreichsten Ökosysteme der Welt. Sie bieten Schutz, Nahrung und Jagdgründe für zahlreiche Meereslebewesen.

Leider nimmt der bereits erwähnte Tourismus eine wichtige Schlüsselrolle ein. Unzählige Taucher trampeln auf den sensiblen Korallen herum und strahlen dabei bis über beide Ohren in die Kamera. Hier wünsche ich mir ein deutlich besseres und bewussteres Umgehen mit der Natur (Quelle: Zeit.de).

 

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