Thomas Engst
Quelle: klimastiftung.ch

Wie ihr ja mitbekommen habt war ich letzte Woche in der Schweiz unterwegs. Neben der Erholung führten mich auch dienstliche Gründe in das Land der Helvetier. So konnte ich auf einer Tagung mehr über den Schweizer Naturschutz erfahren.Besonders im Gedächtnis ist mir dabei David Michel geblieben. David ist ein ganz normaler Landwirt mit einer ganz normalen Landwirtschaft. Also fast. Er bewirtschaftet seinen Hof vorwiegend mit Pferden. Um das bewerkstelligen zu können, entwickelt er moderne Geräte  und Ausrüstung für seine Pferde. Bisher konnte er zwei weitere Biobauern davon überzeugen. Tendenz steigend.

Finanzielle Hilfe bekommt er dabei von der Klimastiftung Schweiz.

Durch seinen Wechsel zur Muskelkraft von vier Pferden spart David um die 2000 Liter Diesel pro Jahr. Aber auch andere Vorteile machen sich bemerkbar. Der Boden wird dadurch weniger beansprucht, Flora und Fauna profitieren und Lärm wird auch vermindert. Zusammen mit Christoph Schmitz (Maschinenbauer) und Fritz Hadorn (Schmied) entwickelt David Michel zeitgemäße Ausrüstung die Mensch und Tier den bestmöglichen Komfort und Sicherheit bieten. Bisher haben sich zwei Biobauern aus dem Raum Bern und Graubünden für die Umstellung auf Pferde entschieden und sind von dem Erfolg begeistert. Ebenfalls positiv beeindruckt ist die Klimastiftung, welche kleine und mittlere Unternehmen, die mit gezielten Maßnahmen etwas zur Verminderung des CO2-Ausstoßes beitragen, unterstützt. Besonders für kleine alpine Bauernbetriebe kann der Einsatz von Pferdezugtechnik eine sinnvolle Alternative sein, spart man dadurch fossile Brennstoffe und belastet die Umwelt in einem geringeren Maße.