Das Thema Winterfütterung von Tieren im Allgemeinen und Vögeln im Besonderen ist ein heikles Thema. An sich spricht nichts dagegen, wenn das zur Verfügung gestellte Futter aus heimischen und für die umliegende Flora nicht invasiv ist und wenn das Futterangebot konstant gehalten wird. Einmal angefangen, sollte das Futterhaus bis in den Frühling hinein gefüllt sein, damit sich die Avifauna darauf verlassen kann.

Auf einem meiner Spaziergänge, habe ich eine „Futterhaus“ von beachtlicher Größe entdeckt. Vielmehr ein Futterbaum, den eine liebe Seele mit (Erd)Nüssen und Meisenknödel behangen hat. Besonders das Fett der Meisenknödel ist eine gute Wahl. Damit wird der Vogelflugmuskel, der große Brustmuskel, mit Energie versorgt und ist bestens für den kommenden Frühling und Sommer vorbereitet. Dieser Muskel wird ausschließlich mit Fett betrieben. Das heißt, selbst wenn ein Vogel Haferflocken essen würde am Futterhaus oder kleine Körnchen, dann muß er diese aufgenommenen Kohlenhydrate erst in Fett umwandeln. Und erst die Fettsäuren, die dann im Körper vorhanden sind, die können dann im Brustmuskel verbrannt werden. Wenn man den Vögeln also Fett anbietet, dann können sie direkt das Fett verbrennen. Daher sind reine Körnermischungen wenig ideal und sollten allenfalls als Ergänzung dienen.

Mir hat diese kleine Aufmerksamkeit für die Wintervögel gefallen und ich danke diesem lieben Menschen dafür.

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