Apple und Windows, Canon und Nikon, Adidas oder Puma, Ost- oder Nordsee, Landwirtschaft oder Naturschutz. Es gibt einfach Bereiche, die polarisieren die Gesellschaft und es scheint nur ein „Entweder oder“ zu geben. Ein Umstand, der gerade im Naturschutz recht unschön ist, sind wir doch beim Erhalt unserer Landschaft auf die Hilfe der Landwirtschaft angewiesen. Diese Tatsache ist auch den Studenten der Hochschule Anhalt bewusst, woraufhin sich die Studiengänge Landwirtschaft und Naturschutz und Landschaftsplanung zusammengetan und die Veranstaltung „Landwirtschaft meets Naturschutz“ ins Leben gerufen haben.

Nach einem Probelauf fand gestern Abend auf dem Hochschulgelände bei Bernburg/Saale die erste reguläre Veranstaltung statt. Diese lief unter dem Motto „Was macht ihr denn da?“ und war ausgesprochen gut besucht, wobei die Naturschützer in leichter Überzahl waren. Zunächst wurden beide Studiengänge vorgestellt um den jeweils anderen Zuhörern ein Bild der vermittelten Inhalte zu geben. Beide Parteien lobten die sehr praxisnahe Ausrichtung des Studiums. Besonders ausgeprägt ist diese im Naturschutzstudiengang, hier beinhalten fast alle Module einen praktischen Aspekt. Gut so. Der Abend wurde immer wieder durch lebhafte Diskussionen aufgelockert, die ein interessantes Bild der jeweiligen Branche lieferten. Am Ende der ersten Veranstaltung war klar, dass beide Parteien viel zu wenig von- und übereinander wissen, sich aber sehr füreinander interessieren. Hier sollte die Hochschule ansetzen und Veranstaltungen dieser Art fördern und auch mehr Verbindungen im Studien zwischen den beiden Berufen schaffen. Diese kommt nämlich leider viel zu kurz.

Wie dem auch sei, ich bin froh über den gelungen und gut angenommenen Auftakt und freue mich bereits auf das nächste Mal.