Letzte Artikel von Thomas Engst (Alle anzeigen)

Naturschützer ist man immer. Auch an einem kalten und verschneiten Wochenende im Januar. Deswegen trifft man sich auch an einem Samstagvormittag zusammen mit anderen Gleichgesinnten aus der Branche zu einem Pflegeeinsatz auf einem Trockenrasen im Saalekreis, Sachsen-Anhalt. Das Flächennaturdenkmal bei Dobis bietet im Sommer einen wahren Schatz an Pflanzen. Damit das so bleibt, wurde da heute Krach gemacht.

Warum pflegen wir?

Viele der heimischen Trockenrasen  sind ungenutzt. Wo früher Schafe die Landschaft beweideten, hat heute die Sukzession freie Bahn. Fehlende Nutzung resultiert in einer Vergrasung der Trockenrasen. Die Artenvielfalt auf den Flächen ist dadurch stark gefährdet. Bleiben die Pflegemaßnahmen aus, gewinnen erst Gräser und dann Gehölze die Oberhand. Die Artenvielfalt schwindet.

Freiwillige Helfer bei der Entbuschung eines wertvollen Trockenrasenbiotopes im Saalekreis, Sachsen-Anhalt.

Landschaftspfleger im Einsatz.

Wie Pflegen wir?

Landschaftspflege ist mannigfaltig. Im Naturschutz haben sich Mahd und Beweidung etabliert.  Welche Maßnahme  von beiden die sinnvollere ist, scheidet die Geister. Meiner Meinung nach ist es Beweidung. Bei dem heutigen Pflegeeinsatz ging es dem Gehölzaufwuchs des Flächennaturdenkmals (FND) Dobis mittels Freischneider an den Kragen. Das Pflichtwerkzeug bei solchen Aktionen. Besonder im Fokus standen die Stockausschläge an den Robinien.

Mit dem Freischneider abgeschnittener Gehölzaufwuchs liegt am Boden.

Fläche nach dem Pflegeeinstz. Gehölzaufwuchs liegt am Boden.

Wie geht’s mit der Fläche weiter?

Wer die Fläche im Sommer sieht und sich an den zahlreichen bunten Pflanzen erfreut, der sieht die Früchte von vieler Hände Arbeit, welche dies ermöglichen. Im Klartext heißt das, Beweidung und Mahd geben sich hier die Klinke in die Hand. Teile der Fläche werden aufgrund der Gehölze, mit Ziegen beweidet, andere Teile manuell gemäht. In den letzten Jahren hat sich das angewandte Pflegeregime gut bewährt. Wichtig ist nur eine anhaltenden Nutzung, denn jegliche Art von derselben ist besser als keine Nutzung. Solche Pflegeeinsätze sind gute Beispiele für die Notwendigkeit von Freiwilligkeit und Ehrenamt, denn ohne die vielen fleißigen Hände wären wir echt aufgeschmissen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön.

Mittels Planen werden angeschnittene Gehölze von der Fläche geschafft.

Geschnittene Gehölze sind bereits zur Entsorgung. und werden von der Fläche geschafft.

0