Als der NABU vor einer Weile auf ein spontanes Blaumeisensterben hinwies und die die Bevölkerung bat, bekannte Fälle zu melden, dachte ich zunächst an das Usutu-Virus, welches nun den Sprung von Amseln auf Blaumeisen geschafft hat. Nun belegen neueste Erkenntnisse, dass hingegen ein Bakterium namens Suttonella ornithocola die Ursache für den Tod zahlreicher Individuen ist.

Wie der NABU auf seiner Internetpräsenz schreibt, haben unterschiedliche Ämter das Bakterium als Ursache bestätigt. Suttonella ornithocola verursacht bei den betroffenen Tieren eine Lungenentzündung, welche schlussendlich tödlich endet. Tödliche Lungenentzündung kommt euch bekannt vor? Nun, wir werden sehen, ob die Meisen demnächst mit Masken über den Schnäbeln mit ausreichendem Abstand auf den Ästen sitzen. Für den Menschen sei das Bakterium vorerst ungefährlich. Wird sich wohl ändern, wenn aufgrund der steigenden Lebensmittelpreise Meise für den einen oder anderen Verbraucher günstige sind und auf den Tellern landen.

Suttonella ornithocola betrifft fast ausschließlich Meisenarten, dabei vor allem die kleinen Meisenarten, von denen die Blaumeise mit Abstand am häufigsten in deutschen Gärten vorkommt. Mutmaßlich dürften auch die selteneren Arten betroffen sein, wie zum Beispiel die eher auf den Wald beschränkten Tannen- und Haubenmeisen und vermutlich auch Sumpf- und Weidenmeisen. Seltener betroffen sind offensichtlich die größeren Kohlmeisen (Quelle: NABU).

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