Zwei Kohlmeisen sitzen auf einem Ast der Eberesche.

Kohlmeise (Foto: Willi Rolfes; NABU)

Mittlerweile läuft die siebente „Stunde der Wintervögel“ in Deutschland. Jedes Jahr ruft der Naturschutzbun e.V. (NABU) alle Interessierten zum Mitmachen auf. Dabei werden alle Vogelsichtungen in den heimischen Gärten dokumentiert, gezählt und an den NABU gemeldet. Die ganze Aktion läuft noch bis 16. Januar und efreut sich wachsender Beliebtheit und steuert auf einen neuen Rekord zu.

Mehr Teilnehmer…

Bisher sind 89.000 Meldungen aus über 58.000 Gärten beim NABU eingegangen und zeigt wieder einmal, wie mächtig Citizen Science in der modernen Wissenschaft ist. Wie der NABU vermeldet, ist mit einem neuen Teilnehmerrekord zu rechnen. Bisher läuft das Projekt noch vier Tage und es stehen noch die postalisch eingegangenen Meldungen aus. Der Naturschutzbund ist daher guter Dinge, den bisherigen Teilnehmerrekord von 93.000 Meldern zu übetreffen.

…weniger Vögel

Nicht so rosig sieht es bei der Avifauna (Vögel) an sich aus. Die Befürchtungen aus dem Vorfeld scheinen sich zu bewahrheiten. Die eigentlich verlässlich anzutreffenden Arten wie Grünfink, Blau- und Kohlmeise machen sich rar. Waren es in den vergangenen Jahren noch 42 Vogelindividuen pro Garten im langjährigen Mittel, sind es nun gerade mal 34. Noch ist man allerdings optimistisch gestimmt. Die niedrigen Sichtungen von Meise und Co. richten sich an diese Vogelarten, deren Winterbestände  stark vom Zuzug von Artgenossen aus dem kälteren Norden abhängen. Aber an dieser Stelle wird noch etwas anderes deutlich. Die Wichtigkeit eines langjährigen Monitoring wird hier deutlich. Schwankungen in der Avifauna (stellvertretend) gibt Auschlüsse auf die Umweltveränderungen um uns herum. Ob der befürchtete „stumme Frühling“ wiederkehrt wage ich zu bezweifeln aber man muss es ja nicht provozieren. Wer sich die Faszination Wintervögel auf den Rechner holen möchte, der hat mit diesen Bildschirmhintergründen Gelegenheit dazu (Quelle: NABU).