Nicht alle Pflanzenarten sind auffallend bunt und stechen sofort ins Auge des Betrachters. Die Art des heutigen Artportraits habe ich vielmehr zufällig im Vorbeigehen im hohen Gras entdeckt. Besonders angetan haben es mir ihre dunkelvioletten Blüten, die auf einem Trockenrasen recht einmalig sind. Hier ist Nonea erecta, das Braune Mönchskraut, auch Dunkles Runzelnüsschen aus der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae).

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Das Braune Mönchskraut wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 50 Zentimetern. Die Stängel sind aufrecht und in der oberen Hälfte oft ziemlich stark ästig; sie sind rund und hohl. Die wechselständig und spiralig angeordneten Laubblätter sind bei einer Länge von 5 bis 15 Zentimetern sowie einer Breite von 1 bis 2 Zentimetern länglich bis lanzettlich. Die beiderseits mit kurzen Drüsenhaaren und Borsten grau behaarten. Laubblätter sind ganzrandig oder schwach buchtig und ohne deutlich erkennbare Seitennerven. Die unteren Laubblätter sind stielartig verschmälert, die oberen stängelumfassend. Das Braune Mönchskraut ist ursprünglich in Osteuropa und in Vorderasien beheimatet und kommt auch bis Mitteleuropa vor. Sie ist im südlichen Nordeuropa und Südeuropa ein Neophyt. Typische Standorte des Braunen Mönchskrauts sind Trockenrasen und Ackerränder, gelegentlich auch ruderale oder halbruderale Flächen im collinen und pannonischen Raum. Sie gedeiht in trockenen Wiesengesellschaften Mitteleuropas. Ihre Blütezeit ist zwischen Mai und August.

Nonea erecta

 

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