Für gewöhnlich halte ich mich hier im Blog mit politischen Beiträgen zurück. Zu verschiedenen sind die möglichen Sichtweisen und die Gefahr, anderen Leuten auf die Füße zu treten, ist auch nicht von schlechten Eltern. All das könnte Unmut erzeugen und das mag ich nicht. Nun schrieb ich aber „für gewöhnlich“, wenn mir jedoch etwas ganz gehörig gegen den Strich geht, muss ich mich dazu äußern. Diesen „Erfolg“ konnte heute die Christlich-Soziale Union, in Persona Markus Söder, samt der amtierenden Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner für sich verbuchen.

Der Hintergrund des Ganzen ist schnell erklärt. Ab Donnerstag liegen für zwei Wochen liegen in den Rathäusern im Freistaat Unterstützerlisten für das Volksbegehren Artenvielfalt aus. In Zeiten des massiven Rückganges von Pflanzen, Insekten und Vögeln ist so ein Protest eine gute Sache. Möchte man meinen. Die CDU/CSU meinen das hingegen ganz und gar nicht und machen aktiv Stimmung gegen diese Möglichkeit der Willensbekundung. Söder findet für seine Abneigung gegen das Vorhaben drastische Worte und befürchtet, dass „“insbesondere kleinere landwirtschaftliche Betriebe auf Dauer aufgeben werden“ und „das zu schweren Verwerfungen und Einbrüchen gerade in der kleinteiligen bäuerlichen Landwirtschaft führen könnte“.

Natürlich musste sich auch die amtierende Landwirtschaftsministerin der BRD dazu äußern. Sie spricht sich klar gegen ein solches Volksbegehren aus und sorgt damit für überwiegend negative Reaktionen, zumindest in meiner Filterblase. Ein solches ignorantes Verhalten, angesichts der aktuellen Erkenntnisse und der Position, die sich innehat, kann ich nur traurig den Kopf schütteln. Die heutige intensive Landwirtschaft ist ein Massengrab der Artenvielfalt und mit so einer Einstellung bleibt Frau Klöckner weiterhin der Totengräber (Quelle: Bayerischer Rundfunk).