Eine Nachricht aus der Schweiz lies mich heute Morgen für einen Moment innehalten. Zwei Studien aus dem Land der Eidgenossen beweisen erneut, dass Gewässer in landwirtschaftlich genutzten Gebieten stark mit Pestiziden belastet sind. Über Monate hinweg stellen diese Giftstoffe in ihrer Summe ein Risiko für chronische Schäden der Pflanzen- und Tierwelt dar.

Gerade im Hinblick auf den erst neulich getätigten Beschluss des EU-Agarausschusses sorgen solche Studien für erhobene Augenbrauen. Scheinbar ist es zu unangenehm, die Landwirtschaft naturverträglicher zu gestalten und ein starkes Zeichen gegen den anhaltenden Artenschwund zu setzen. Die Kollegen von Naturschutz.ch haben sich dem Inhalt der Eingangs erwähnten Studien angenommen und ausführlich kommentiert. Da ich den Kollegen aus der Schweiz ihren Inhalt nicht mopsen möchte, verweise ich an dieser Stelle auf die entsprechende Seite und lege euch den Artikel durchaus zu Herzen.

Wenn man, wie ich, seit Jahren im (praktischen) Naturschutz aktiv ist, mitbekommt wie schwieriger es wird, den ihm angestammten Stellenwert zu verschaffen und wie zunehmend schwerer es wird, die leider notwendige Überzeugungsarbeit zu leisten, der sieht eine ganze Menge vor die Hunde gehen. Schaue ich mit meinem Fernglas in 10, 20 oder 30 Jahre Entfernung, so sehe ich eine ausgedörrte und artenarme Landschaft, Flüsse ohne Leben und eine Natur in gänzlicher Stille. Damit so etwas nicht geschieht, ist es umso wichtiger, dass jede Menge Hintern erhoben werden und an den richtigen Stellen auf diese Probleme aufmerksam gemacht werden. Protestbewegungen wie #fridayforfuture genießen daher meine uneingeschränkte Zustimmung.

Monokulturen ohne jegliche Vielfalt.

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