Fast zwangsläufig kommen die Themen Wolf und Herdenschutz immer Hand in Hand. Beide Punkte scheiden die Geister und erhitzen die Gemüter. Weidetierhalter fühlen sich oftmals allein gelassen oder unter Generalverdacht gestellt, gilt es einen Riss als Wolfsriss zu deklarieren. Ich möchte an dieser Stelle keine Wertung vornehmen und enthalte mich daher jeder Meinung. Nachdem der Wolf inzwischen große Teile Deutschlands für sich entdeckt hat, nimmt die Thematik auch in der Politik Fahrt auf. Neuester Gedankengang ist ein Kompetenzzentrum „Weidetierhaltung und Wolf“.

Ab 2021 soll ein solches Kompetenzzentrum bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) eingerichtet werden. Wieso nicht bei dem Bundesamt für Naturschutz ist mir allerdings unklar. Das Zentrum soll 2021 zunächst mit 300.000 Euro finanziert werden. Als erster Schritt sicherlich ausreichen aber auf lange Sicht nicht genug um die anfallenden Aufgaben zu erledigen. Für die konkrete Ausgestaltung des Zentrums hat das Bündnis ein Konzeptpapier entwickelt, welches ich euch nachfolgend einbinde. Dieses umfasst Eckpfeiler wie Forschung, der offene Austausch, die Einbeziehung der betroffenen Gruppen sowie Schulungen und Qualifikation für Berater*innen der Bundesländer, an die sich Weidetierhalter*innen jeweils wenden können.

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