Durch die EU-Agrarpolitik werden jährlich fast 60 Milliarden in Europas Landwirtschaft gesteckt. Das sind 114 Euro pro EU-Bürger*in im Jahr. Der Agrar-Atlas zeigt, dass kaum etwas von dem Geld den Zielen zugutekommt, die den Europäer*innen wichtig sind, und die untrennbar mit der Landwirtschaft verbunden sind: gesunde Lebensmittel, der Schutz von Umwelt, Klima und Biodiversität oder der Erhalt von kleinen und mittleren Betrieben. Im Gegenteil – von 80 Prozent der Gelder profitieren nur 20 Prozent der Betriebe, und dies weitestgehend ohne Auflagen. Trotzdem zeigt der Atlas auch, dass es falsch wäre, die Förderung der Agrarpolitik einfach abzuschaffen. Denn der Umbau zu einer nachhaltigen und global gerechten Landwirtschaft ist nicht umsonst.

Der Agraratlas 2019 der Heinrich-Böll-Stiftung wurde auf der von mir besuchten Tagung in Thüringen auszugsweise vorgestellt und wartete mit einigen interessanten Zahlen auf. Ich habe euch die Publikation an dieser Stelle verlinkt und gleich unterhalb des Beitrags eingebunden. Nehmt euch mal die paar Minuten Zeit und lasst die Zahlen und Grafiken auf euch wirken.

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