Zugegeben, die Botaniksaison 2019 steht noch gant am Anfang und bisher sind die Frühblüher sehr überschaubar. Lediglich die Winterlinge wagen sich bereits an die Oberfläche und zaubern hier und da zaghafte Farbtupfer in die Landschaft. Wer aber wachen Auges durch die Landschaft streift, der findet am Wegesrand jede Menge Zeugen aus der letzten Vegetationsperiode. In der Botanik wird die Bestimmung solcher „Leichen“ scherzhaft auch Mumienkunde genannt und gibt durchaus Auskunft über den zugrunde liegenden Lebensraum.

Vieler dieser Überbleibsel sind sehr markant und daher ausgesprochen einfach der richtigen Pflanzenart zuzuordnen. Zu den wohl einfachsten Arten gehören die Königskerzen, Wegwarten aber auch Rainfarn, Schafgarbe und Wilde Möhre sind anhand ihrer typischen Fruchtstände leicht zu erkennen. Solche Trockenübungen sind für mich eine sehr gute Möglichkeit, nach dem eher wenig fordernden Winter so langsam wieder in Schwung zu kommen und mit neuem Eifer in die aktuelle Saison zu starten. Denn langsam aber sicher könnte es von mir aus wieder losgehen.

Blütenstand einer Achillea millefolium.